Dr. med. univ. Maria Heger
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Was tun bei Herzschmerzen?

Die Koronararterien oder Herzkranzgefäße versorgen das Herz mit sauerstoffreichem Blut. Bei einer Verengung dieser Arterien durch Atherosklerose („Verkalkung“) wird der Herzmuskel, zu Beginn besonders bei körperlichem oder psychischem Stress, unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Die Folge sind Angina pectoris Beschwerden, verbunden mit dem Gefühl der Herzenge/Brustschmerzen und mit Brennen unter dem Brustbein, das typischerweise in den linken Arm, in den Hals oder auch in den Oberbauch ausstrahlt. Weiters besteht Atemnot bzw. Kurzatmigkeit.
Zu Beginn treten diese Beschwerden nur unter Anstrengungen auf. Bei fortgeschrittener Erkrankung zeigen sich Angina pectoris Anfälle auch in Ruhephasen, dieses wird dann als instabile Angina pectoris bezeichnet und muss als Warnzeichen für einen drohenden Herzinfarkt gedeutet werden!!
Jedoch besteht auch auf die Möglichkeit eines Herzinfarktes ohne davor bestehender Angina pectoris Anfälle.

Bei Auftreten von Herzschmerzen im Sinne von Angina pectoris muss unbedingt eine ärztliche Begutachtung durch den/die HausarztIn und meistens danach durch den/die FacharztIn erfolgen. Nach speziellen Untersuchungen (siehe oben) kann das individuelle Risiko abgeschätzt und entsprechend geholfen werden.

Im Falle eines Herzinfarktes – eine Koronararterie ist dann (zumindest vorübergehend) komplett verschlossen – treten neben den beschriebenen Angina pectoris Beschwerden auch Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch oder Angstgefühl auf. Aufgrund des Sauerstoffmangels sterben Herzmuskelzellen ab.

Beim ersten Anzeichen ist es dringend notwendig, dass die Person mit der Rettung/dem Notarzt/In umgehend in ein Krankenhaus gebracht wird! Es besteht unter anderem die Gefahr lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen. Durch rasche medizinische Behandlung kann aber der Herzschaden begrenzt werden. Wenn dann das verschlossenen Herzkranzgefäß innerhalb von 3 (-6) Stunden wieder eröffnet wird, kann oft die Ausdehnung des Infarkts klein gehalten werden. Das bedeutet weniger Herzprobleme für die Zukunft.
Im Falle eines Herz/Atemstillstandes muss unbedingt sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden: Beatmung und Herzdruckmassage.
Wichtig bei Herzinfarkt ist eine sofortige ärztliche Versorgung. Allerdings sucht nur jeder dritte Infarkt-Patient innerhalb der ersten Stunde nach dem Ereignis einen Arzt auf.

Frauen sind anders

Frauen haben häufig nicht die für die Angina pectoris typischen Symptome wie Druck in der Brust bei körperlicher Anstrengung. Bei Frauen sind die Beschwerden oft unklarer, diffuser und nicht so typisch: Erschöpfungssymptome, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, verringerte Leistungsfähigkeit, die bei Männern auch oft dazu kommen. Wenn Frauen mit Beschwerden kommen, neigen Ärzte eher dazu, sie als psychisch zu interpretieren, während sie bei Männern eher körperlichen Erkrankungen zurechnet werden. Dazu kommt, dass Frauen ihre Beschwerden viel emotionaler, dramatischer schildern als Männer, die sachlicher berichten, aber auch mehr zur Verleugnung neigen und bagatellisieren.

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